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Frau beim ausüben einer pranayama-Technik

pranayama – die Atmung im Yoga

Nachdem wir im letzten Blog-Beitrag über asanas – die Körperübungen im Yoga – berichtet haben, geht es im folgenden Beitrag um pranayama, die Atemübungen im Yoga.

Genau wie asana gehört auch pranayama zum achtgliedrigen Pfad (astanga yoga) des Yogaweges, der im Yogasutra von Patanjali beschrieben wird. Pranayama setzt sich aus den Worten prana und ayama zusammen. Prana steht in der Yogalehre unter anderem für den Atem und für die Lebensenergie allgemein, ayama bedeutet „ausdehnen“. In Bezug auf asana empfiehlt Patanjali das Gegensatzpaar Stabilität und Leichtigkeit als Orientierung für eine stimmige Praxis. Das Ziel von pranayama ist nach Patanjali ein langer und feiner Atem – dirgha suksma. Dies beschreibt zugleich Methode und Ziel von pranayama.

Arten von pranayama: ujjayi & Co.

Um diese Qualitäten zu erreichen, werden in einer der zentralen Yogaquelle, der Hatha Yoga Pradipika, verschiedene pranayamas beschrieben: ujjayi, nadhi sodhana, sitali und weitere. Diese Techniken können stimmig geübt werden, sobald der Atem darauf vorbereitet ist. Dies geschieht über die asana-Praxis und die Etablierung einer bewussten Atmung, die im Gegensatz zu unserem eher oberflächlichen Alltagsatem einen natürlichen Atemfluss fördert. Neben den klassischen pranayama-Techniken unterstützt uns das Chanten, um mit unserem Atem in Kontakt zu kommen und ihn zu lenken.

Der Atem als Mittler zwischen Körper und Geist

Die atemgeführte Bewegung ist charakteristisch für die Yogatradition nach Krishnamacharya / Desikachar / Sriram und ermöglicht einerseits eine bewusstere Wahrnehmung des Atems und wirkt andererseits unterstützend in der asana-Praxis. Gleichzeitig hilft die Verbindung von Bewegung und Atem bei der Fokussierung unseres Geistes und wird somit dem ganzheitlichen Yogaansatz gerecht. Der Atem stellt also das Bindeglied zwischen Körper und Geist dar. Sind wir aufgeregt, geht unser Atem schneller – durch die Etablierung eines bewussten Umgangs mit unserem Atem steht uns auch der umgekehrte Weg zur Verfügung. Über unseren Atem können wir Einfluss auf die Bewegungen unseres Geistes nehmen und uns, um beim vorgenannten Beispiel zu bleiben, bei Aufregung über die Betonung des Ausatems beruhigen. Pranayama ist damit ein gutes Beispiel für den Alltagsbezug des Yoga. Was wir hier auf der Matte lernen, kann uns im Alltag eine gute Unterstützung sein.

Was bewirkt pranayama?

Damit sind wir schon mittendrin in der Frage: Welche Wirkungen hat pranayama? Die Wirkung von pranayama hängt von der verwendeten Technik ab. Es gibt pranayama-Techniken, die eine energetisierende Wirkung haben und andere, die beruhigend wirken. Pranayama verbessert die Organfunktion und unterstützt die Reinigungsprozesse unseres Körpers. Generell ist zu beachten, dass das Üben mit dem Atem viel feiner ist als die asana-Praxis. Eine stimmige Anleitung und das Einhalten gewisser Spielregeln sind hier umso wichtiger, um Störungen zu vermeiden.

Eine Begleitung hin zu einem langen und feinen Atem findest Du in unserem Gruppen- und Einzelunterricht. Möchtest Du noch mehr über die Hintergründe und eine stimmige Anleitung von pranayama erfahren, bieten wir Dir dazu die Möglichkeit im Rahmen unserer Yogalehrausbildung.

Nach diesen Beiträgen über die asana- und pranayama-Praxis erwartet Dich in unserem nächsten Blog-Beitrag das Thema Meditation. Damit schließt sich der Kreis des Körper-Atem-Geist-Modells – einer ganzheitlichen Sicht auf den Menschen.

Melanie Klingler, Gelnhausen, 04.04.2022.

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